Digitale Schulen in Ziway, Äthiopien

Aufbau digitaler Kompetenzen bei Schulkindern in Ziway, Äthiopien, für Bildung und Beruf

Ziway ist eine Stadt rund 170 km südlich von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba am Ziway-See gelegen. Die lokale Wirtschaft besteht aufgrund der geografischen Gegebenheiten hauptsächlich aus Fischerei und Landwirtschaft. Die Schulen in der Region verfügen über eine unzureichende Infrastruktur, und die Mehrheit der Schüler stammt aus wirtschaftlich armen Verhältnissen.

Computer Aid wurde zunächst von den Schlesischen Schwestern kontaktiert, einer christlichen Organisation, die sich in der Region für die Verbesserung der Bildungsergebnisse von Schülern der Primar-, Sekundar- und Hochschulstufe einsetzt. Die Organisation hat eine katholische Mary-Help-Schule für Schüler der Primar- und Sekundarstufe eingerichtet. Etwa 80% der Schüler der Mary Help Catholic School sind wirtschaftlich benachteiligt, und die Schülerschaft setzt sich aus etwa 40% Männern und 60% Frauen zusammen.

Neben der Schule gibt es auch das Mary Help College, das sich an Schüler ab 17 Jahren richtet und ihnen praktische Fertigkeiten und Kurse für den Arbeitsmarkt vermittelt. Die Schülerschaft des Mary Help College besteht aus etwa 50% Männern und 50% Frauen, wobei die meisten jungen Männer IKT und die meisten jungen Frauen Modedesign studieren.

 

 

Das Projekt

Computer Aid lieferte digitale Technologien, darunter 80 Desktop-Computer und Monitore, Laptops für Lehrer, Projektoren, Kopfhörer und einen Drucker, die drei voll funktionsfähige Computerräume in der katholischen Schule Mary Help und im Mary Help College ermöglichen.

Zwei der Labore befinden sich in der Schule, eines für Schüler der Primarstufe (7-12 Jahre) und eines für Schüler der Sekundarstufe (13-16 Jahre). Das dritte Labor am Mary Help College ist für Schüler ab 17 Jahren gedacht, die IKT oder Modedesign studieren; jedes der drei Labore verfügt über durchschnittlich 26 Geräte.

Bevor die Geräte in Empfang genommen wurden, absolvierten die Lehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe eine IKT-Grundausbildung, um ihre Kompetenz und ihr Selbstvertrauen bei der Nutzung der Geräte im Unterricht zu verbessern.

 

 

 

Die Auswirkungen

Die gelieferte Ausrüstung ermöglichte die Einrichtung eines Intranet-Servers in der Schule, über den die Schüler während des Unterrichts auf digitale Bildungsinhalte zugreifen können. Diese Inhalte ermöglichen es, den Unterricht in den Computerräumen strukturierter zu gestalten und das Engagement und die Interaktion der Schüler zu fördern.

Die Schüler der Grundschule nutzen das Labor hauptsächlich zum Englischlernen, während die beiden ältesten Klassen der Grundschule das Labor auch für IKT-Grundlagen nutzen, die ein obligatorischer Teil ihres Lehrplans sind. Die Schüler der Sekundarstufe nutzen das Labor für mittlere IKT-Inhalte wie Microsoft Office und digitale Sicherheit.

Die Modedesign-Studenten an der Hochschule verwenden spezielle Software wie Adobe Illustrator, um Muster für den Textildruck zu entwerfen. Die IKT-Studenten an der Hochschule profitieren von der neuen Hardware und nutzen Software für Datenbankmanagement und Netzwerkverwaltung.

Unsere Partnerin von den Salesianischen Schwestern, Schwester Nieves, erklärte dies:

"Die Computer, die wir erhalten haben, sind besser als ein Großteil der neuen IKT-Ausrüstung, die in Äthiopien verkauft wird. Die Projektoren und Drucker haben den Lehrkräften wirklich geholfen, ihr Engagement durch die Technologie zu verstärken."